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Jobsharing – zwei Personen teilen eine Stelle erfolgreich

Jobsharing: Was steckt dahinter und warum es sich für Unternehmen lohnt

Zwei Menschen, eine Stelle, eine gemeinsame Verantwortung. Das ist Jobsharing. Kein Kompromiss, kein Provisorium, sondern ein Arbeitsmodell, das in Deutschland zunehmend Einzug hält.

Besonders rund um Elternzeit, Wiedereinstieg und den Wunsch nach mehr Flexibilität wird Jobsharing zur echten Option. HR-Teams, die dieses Modell kennen und anbieten können, haben einen klaren Vorteil.

Das Wichtigste im Überblick

  • Beim Jobsharing teilen sich zwei Personen eine Vollzeitstelle mit gemeinsamer Verantwortung
  • Das Modell ist besonders bei Rückkehrenden nach Elternzeit gefragt
  • Unternehmen profitieren von mehr Flexibilität, breiterer Kompetenz und besserer Abdeckung
  • Jobsharing braucht klare Absprachen, Vertrauen und gute Kommunikationsstrukturen
  • In Deutschland ist Jobsharing rechtlich gut umsetzbar

Inhalt:

Was ist Jobsharing genau?

Beim Jobsharing teilen sich zwei Personen eine Vollzeitstelle. Sie teilen nicht nur die Arbeitszeit, sondern auch Aufgaben, Verantwortung und Ergebnisse. Beide sind vollwertige Mitarbeitende mit eigenem Arbeitsvertrag, eigener Bezahlung und eigenem Stundenmodell.

Es gibt zwei gängige Varianten:

Job Splitting
Aufgaben werden klar aufgeteilt. Person A übernimmt Bereich X, Person B Bereich Y. Wenig Überlappung, klare Zuständigkeiten.

Job Pairing
Beide arbeiten eng zusammen, übernehmen dieselben Aufgaben, vertreten sich gegenseitig und sind gemeinsam für Ergebnisse verantwortlich. Mehr Abstimmung, aber auch mehr Flexibilität und Redundanz.

Warum Jobsharing im Kontext Elternzeit besonders relevant ist

Viele Fachkräfte möchten nach der Elternzeit zurückkehren, aber nicht sofort in Vollzeit. Gleichzeitig gibt es Positionen, bei denen Teilzeit allein nicht ausreicht, zum Beispiel Führungsrollen oder projektverantwortliche Stellen.

Jobsharing löst diesen Konflikt. Zwei Personen, die gemeinsam eine Stelle besetzen, bieten dem Unternehmen volle Abdeckung. Gleichzeitig bekommen Mitarbeitende die Flexibilität, die sie nach der Elternzeit brauchen.

Was Unternehmen durch Jobsharing gewinnen

Breitere Kompetenz auf einer Stelle

Zwei Menschen bringen zwei unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Stärken mit. Das kann die Qualität von Entscheidungen erhöhen und blinde Flecken reduzieren.

Bessere Abdeckung

Wer krank ist oder Urlaub hat, wird automatisch durch die zweite Person aufgefangen. Das reduziert Ausfälle und gibt dem Team Stabilität.

Attraktivität als Arbeitgeber

Wer Jobsharing anbietet, spricht eine wachsende Gruppe von Fachkräften an: Eltern, Menschen mit Pflegeverantwortung, Personen, die sich weiterbilden oder nebenberuflich engagieren.

Geringere Fluktuation

Mitarbeitende, die ein Arbeitsmodell finden, das zu ihrem Leben passt, bleiben länger. Das spart Recruiting- und Einarbeitungskosten.

Was ihr für erfolgreiches Jobsharing braucht

  1. Klare Strukturen:
    Wer trägt wann welche Verantwortung? Wie laufen Übergaben ab? Wie werden Entscheidungen getroffen, wenn beide nicht gleichzeitig da sind? Das muss vorab festgelegt sein.
  2. Regelmäßige Abstimmung:
    Jobsharing-Tandems brauchen Zeit für gemeinsame Planung. Das ist kein Luxus, das ist Grundlage für das Funktionieren des Modells.
  3. Führungsunterstützung:
    Führungskräfte müssen verstehen, wie man ein Jobsharing-Tandem führt. Feedback, Aufgaben und Gespräche laufen anders als bei Einzelpersonen.


Genau dabei unterstützt heyParents: Der digitale Elternzeit-Assistent hilft Führungskräften, Übergaben zu strukturieren und den Kontakt zu Mitarbeitenden in Elternzeit oder Teilzeit aktiv zu halten.

Ist Jobsharing rechtlich möglich?

Ja. In Deutschland gibt es keine gesetzlichen Hindernisse. Beide Jobsharing-Partner:innen haben eigene Arbeitsverträge. Wichtig ist, dass im Vertrag geregelt ist, was passiert, wenn eine Person das Modell verlässt. Für Fragen zur konkreten Vertragsgestaltung empfiehlt sich eine arbeitsrechtliche Beratung.

Jobsharing in Führungspositionen

Heute gibt es erfolgreiche Beispiele für Jobsharing auf Teamleitungs- und sogar Abteilungsleiterebene. Gerade hier lohnt sich das Modell besonders: Zwei Führungskräfte in Teilzeit sind für das Team präsenter als eine Führungskraft, die dauerhaft überlastet ist.

Fazit

Jobsharing ist eine Antwort auf reale Bedürfnisse: von Fachkräften, die Flexibilität brauchen, und von Unternehmen, die Stellen besetzen wollen, ohne auf Qualität zu verzichten.

heyParents begleitet Unternehmen dabei, flexible Modelle wie Jobsharing strukturiert einzuführen und Mitarbeitende in Elternzeit aktiv zu halten. Wenn du mehr erfahren willst, vereinbare gerne ein Gespräch mit uns.

Wer als HR-Team Jobsharing aktiv anbietet und strukturiert begleitet, gewinnt als Arbeitgeber, als Anziehungspunkt für Talente, und als Unternehmen, das sich auf die Wirklichkeit seiner Mitarbeitenden einlässt.

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