
Elternzeit als Führungskraft: Was wirklich auf dem Spiel steht und wie ihr als Unternehmen vorbereitet seid
Eine Teamleitung kündigt an, in Elternzeit zu gehen. In manchen Unternehmen löst das Unruhe aus. Wer übernimmt? Wie lange? Was passiert mit dem Projekt?
Ja, das geht. Und wenn ein Unternehmen gut vorbereitet ist, ist es mehr als eine Unterbrechung. Es ist eine Chance.
Das Wichtigste im Überblick
- Wenn Führungskräfte in Elternzeit gehen, brauchen Unternehmen klare Übergabe- und Vertretungsstrukturen
- Die Ankündigung der Elternzeit einer Führungskraft ist ein Moment, der Unternehmenskultur sichtbar macht
- Führungskräfte, die Elternzeit nehmen, setzen ein Signal für die gesamte Belegschaft
- Die Abwesenheit ist planbar: mit den richtigen Schritten rechtzeitig vorbereitet
- Der Wiedereinstieg von Führungskräften nach Elternzeit braucht ebenfalls Struktur
Inhalt:
Wie viele Führungskräfte nehmen Elternzeit?
Genaue Zahlen für Führungspositionen sind schwer zu fassen, weil sie statistisch nicht separat ausgewiesen werden. Was wir wissen: Laut Statistischem Bundesamt beziehen mittlerweile 46% der Väter Elterngeld. Gleichzeitig steigt der Frauenanteil in Führungspositionen kontinuierlich. Elternzeit auf Führungsebene ist damit längst kein Ausnahmefall mehr.
Es ist ein Thema, das viele beschäftigt, aber wenige offen ansprechen.
Was Führungskräfte anders macht als andere Mitarbeitende
Eine Führungskraft übernimmt Verantwortung, die über ihre eigene Stelle hinausgeht. Sie trägt Entscheidungen, motiviert ein Team, hält Strukturen aufrecht. Das macht die Abwesenheit spürbarer. Und es macht die Vorbereitung wichtiger.
Das bedeutet nicht, dass Elternzeit auf Führungsebene vermieden werden sollte. Es bedeutet, dass die Übergabe mehr Vorlauf braucht als bei anderen Positionen.
Was Unternehmen konkret vorbereiten sollten
Frühzeitig beginnen
Sobald die Elternzeit angekündigt wird, idealerweise so früh wie möglich, spätestens aber zwei bis drei Monate vor Beginn sollte die Planung starten. Wer übernimmt welche Aufgaben? Gibt es eine interne Vertretung oder braucht es externe Unterstützung? Wo müssen Kompetenzen aufgebaut werden?
heyParents erinnert Führungskräfte und HR automatisch an alle wichtigen Schritte im Vorfeld der Elternzeit, damit nichts vergessen wird und die Übergabe strukturiert läuft.
Wissen dokumentieren
Führungswissen steckt oft in den Köpfen. Prozesse, Hintergründe, Beziehungen zu Kunden oder Partnern. Diese Informationen müssen sichtbar und übertragbar gemacht werden, bevor die Führungskraft geht.
Die Vertretung stärken
Wer die Vertretung übernimmt, braucht Unterstützung, keine Zweitrolle. Das bedeutet: klare Befugnisse, ausreichend Zeit für die Einarbeitung, und eine Führungskraft, die bereit ist, die nächste Generation zu entwickeln.
Das Team mitnehmen
Das Team einer Führungskraft erlebt deren Abwesenheit direkt. Ein offenes Gespräch über die Übergangsphase, klare Ansprechpersonen und eine gemeinsame Erwartungsklärung helfen dem Team, sicher durch die Zeit zu kommen.
Elternzeit als Signal nach innen
Wenn eine Führungskraft Elternzeit nimmt und das Unternehmen diese Zeit aktiv unterstützt, passiert etwas Wichtiges: Die gesamte Belegschaft sieht, dass Familienfreundlichkeit nicht nur ein Versprechen auf der Website ist.
Mitarbeitende, die sehen, dass ihre Führungskraft ohne Karriereknick in Elternzeit geht und willkommen zurückkehrt, fühlen sich selbst sicherer, das Gleiche zu tun.
Der Wiedereinstieg nach Elternzeit als Führungskraft
Der Rückweg in die Führungsrolle ist nicht trivial. Viel hat sich verändert: im Team, in Projekten, manchmal in der Unternehmensstruktur. Ein strukturierter Wiedereinstieg für Führungskräfte umfasst:
- Ein ausführliches Rückkehrgespräch mit der eigenen Führungsperson
- Eine kurze Einarbeitungsphase in aktuelle Themen und Veränderungen
- Ein Check-in mit dem eigenen Team
- Klärung von Erwartungen für die ersten drei Monate
heyParents begleitet den Wiedereinstieg aktiv: mit automatisierten Erinnerungen an Rückkehrgespräche, Gesprächsleitfäden für Führungskräfte und einer strukturierten Übergabe zurück in die Rolle.
Fazit
Elternzeit als Führungskraft ist kein Ausnahmezustand. Es ist ein reales Szenario, das in gut geführten Unternehmen planbar, strukturierbar und letztlich bereichernd ist.
Unternehmen, die Führungskräfte aktiv auf die Elternzeit vorbereiten und einen guten Wiedereinstieg gestalten, halten wertvolle Führungspersönlichkeiten und zeigen der gesamten Belegschaft, was ihnen wirklich wichtig ist.
Genau dafür ist heyParents da: als digitaler Assistent, der Führungskräfte, HR und Mitarbeitende durch die gesamte Elternzeit begleitet, von der Ankündigung bis ein Jahr nach dem Wiedereinstieg. Vereinbart gerne ein kostenloses Erstgespräch oder bleibt gern mit unserem Newsletter auf dem Laufenden!
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